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Ist der hohe Milchkonsum mitverantwortlich für hohe Krebsraten und weitere Krankheiten?
Diese Frage wurde gestellt von: Richard aus Emden

Nein. Milch enthält zwar natürlicherweise Hormone, jedoch liegen keine Kenntnisse darüber vor, dass diese Hormone Krebs beim Menschen hervorrufen. Teilweise wird das Wachstumshormon IGF-1 mit Krebserkrankungen beim Menschen in Verbindung gebracht. Dies lässt sich aber nicht belegen. Vielmehr führt ein hoher Milchverzehr im Kindesalter durch seine Prägung der menschlichen IGF-1 Produktion und Regulation dazu, dass die IGF-1 Produktion im Erwachsenenalter gesenkt wird.

Das Max Rubner-Institut hat 2014 eine Studie herausgebracht, in der sie auch den Zusammenhang zwischen Milch und verschiedenen Krankheiten bewertet und kommt zu folgendem Ergebnis:

Epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass der übliche Verzehr von Milch und Milchprodukten entweder neutral ist bezüglich dem Risiko für verschiedene Krankheiten oder mit einem geringeren Erkrankungsrisiko assoziiert ist (z. B. KVE, Bluthochdruck, Diabetes). Lediglich für Prostatakrebs geht ein sehr hoher Verzehr mit einem erhöhten Risiko einher. (S. 33)

Zur Studie geht es hier: Ernährungsphysiologische Bewertung von Milch und Milchprodukten und ihren Inhaltsstoffen.

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